Zukunftsgestaltung. Wie dein Morgen besser wird als dein Heute.

12: So gestaltest du deine Zukunft.

Zukunftsgestaltung. Wie geht denn das?

Große Aufregung im Wald!

Es geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste.

Alle fragen sich, wer denn nun da drauf steht. Als erster nimmt der Hirsch allen Mut zusammen und geht zum Bären und fragt ihn:

„Entschuldige Bär, eine Frage: Steh ich auch auf deiner Liste?”

„Ja”, sagt der Bär, „du stehst auch auf meiner Liste.”

Voller Angst dreht sich der Hirsch um und läuft weg. Und tatsächlich, nach zwei Tagen wird der Hirsch tot aufgefunden.

Die Angst bei den Waldbewohnern steigt immer mehr und die Gerüchteküche auf die Frage, wer denn nun auf der Liste steht, brodelt.

Das Wildschwein ist das nächste Tier, dem der Geduldsfaden reißt und darauf den Bären aufsucht, um ihn zu fragen, ob es auch auf der Liste stehen würde.

„Ja, auch du stehst auf meiner Liste”, antwortet der Bär.

Verschreckt verabschiedet sich das Wildschwein vom Bären. Auch das Wildschwein fand man nach zwei Tagen tot auf.

Nun bricht Panik bei den Waldbewohnern aus. Nur der Hase traut sich noch zum Bären.

„Hey Bär, steh ich auch auf deiner Liste?”

„Ja, auch du stehst auf meiner Liste!”

„Kannst du mich da streichen?”

„Ja klar, kein Problem!”

Und so überlebte der Hase.

Ganz klar – es ist nur eine Fabel. Aber der Lerneffekt kann immens sein. Denn die Geschichte erinnert mich, dass ich nicht unbedingt dasselbe Schicksal erleiden muss wie alle anderen.

Ich muss mich auch nicht passiv meinem Schicksal ergeben.

Ich kann meine Zukunft positiv mitgestalten.

Ich kann etwas tun.

Ich kann die richtigen Fragen stellen.

Weißt du, was ich so spannend an Geschichten finde? Sie bleiben nicht stehen. Sie verändern sich. Haben Wendungen, Kurven, Überraschungen.

Egal, wo wir uns also gerade aufhalten. Unsere Geschichte kann immer anders werden.

Eine jüdische Geschichte und was sie mit meiner Zukunft zu tun hat

Es passierte in Russland.

Ein Tourist lieh sich am Wochenende ein Pferd und ritt in die Wildnis hinaus. Er genoß die Landschaft, die unendliche Weite, die Schönheit der Natur.

Und er vergaß die Zeit.

Plötzlich stellte er fest, dass er ganz alleine war. Kein Haus, keine Straße, keine Bahnlinie in weiter Sicht. Er war völlig allein.

Innerhalb von wenigen Minuten ging die Sonne unter und die Dunkelheit legte sich über das Land.

Plötzlich hörte er sie.

Wölfe.

Zwei Minuten später sah er sie. Fünf Wölfe liefen auf ihn zu. Der Tourist drehte panikartig um und galoppierte so schnell er konnte in die entgegengesetzte Richtung. Aber die Wölfe waren schneller.

Sie kamen immer näher. Nach ein paar Minuten konnte er ihr Hecheln hören, wie sie ihn gierig verfolgten.

Plötzlich spürte der entsetzte Reiter einen furchtbaren Schmerz in seiner Wade.

Er schrie zu Gott.

Und was tat Gott?

Gott sorgte dafür, dass die Geschichte gar nicht wahr ist.

Diese jüdische Geschichte erinnert mich daran, dass mindestens 90% aller Sorgen und Ängste, die ich mit mir rumschleppe, nie eintreffen.

Meine Sorgen sind meist nur Geschichten und Bilder in meinem Geist, die meine Gefühle jedoch als Realität einstufen und entsprechend reagieren, aber die trotzdem nicht der Wirklichkeit entsprechen. Ist das nicht wunderbar! Wenn immer alles eintreffen würde, vor dem ich Angst hätte, dann wäre ich schon 77x gestorben, ich müsste jeden Tag Rosenkohl essen und ich hätte Martina aus der 5. Klasse heiraten müssen.

Die meisten Dinge, vor denen wir uns sorgen, treffen nie ein. Aber auch das Gegenteil ist der Fall. Viele Dinge, die wir uns wünschen, treffen ebenfalls nicht ein. Der Grund liegt nicht darin, dass diese Dinge nicht eintreffen könnten, sondern weil wir nichts unternehmen und es beim Wunsch belassen.

Im Coaching redet man von Fremdsteuerung. Wir lassen uns von unserem Umfeld, den Mitmenschen und Kollegen fremd-steuern und werden mehr gelebt als dass wir selbst entscheiden. Die Wünsche anderer werden auf uns projiziert und wir erfüllen sie.

Wir sterben, weil wir auf der Todesliste des Bären stehen.

Wie ich der Fremdsteuerung entgehe und meine Zukunft gestalte

In den letzten Blogbeiträgen ging es um Themen wie

  • Werte leben
  • Persönlichkeit entwickeln
  • Stark und entspannt werden

All diese Bereiche sind nicht statisch. Wir haben die Qualität in einem der Bereiche nicht einmal erreicht und dann ist alles gut. Vielmehr sind wir in einem ständigen Prozess.

Wir werden entweder gestresster oder entspannter.
Wir werden als Persönlichkeit entweder stärker oder schwächer.
Unser Leben gewinnt an Reichtum oder wird „billiger“.

Keiner von uns bleibt genauso wie bisher. Deine und meine Geschichte befindet sich in einem ständigen Veränderungsprozess.

Die Frage ist, in welche Richtung sie sich verändert.

Deshalb stelle ich mich öfters die folgende Frage:

Gestalte ich gerade meine Zukunft oder zerstöre ich sie?

Ist das nicht fantastisch? Wir haben die Fähigkeit, unsere Zukunft mit zu gestalten. Schöpferisch tätig zu werden. Zu schaffen. Und nicht alles dem Zufall zu überlassen.

Aber wir können sie auch zerstören.

Alles, was ich heute tue, hat direkt oder indirekt Auswirkungen auf meine Zukunft. Und die Zukunft ist die Gegenwart, in der ich morgen lebe.

 

Ein genialer Satz für eine geniale Zukunft

Von Eben Pagan habe ich einen guten Satz gehört:

Das Leben ist schwer, wenn man den einfachen Weg wählt;
das Leben ist einfach, wenn man den schwereren Weg wählt.

Denn im Grunde wollen wir alle dasselbe:

  • Wir wollen das Leben am liebsten vereinfachen.
  • Wir möchten den Schmerz verringern und das Glück steigern.
  • Wir möchten echt stark und entspannt leben.
  • Wir möchten eine Geschichte schreiben und andere inspirieren.

Und dafür BRAUCHEN wir diesen Satz.

Wenn ich mein Denken und meine Entscheidungen auf diesen Satz aufbaue, dann wird es mit der Zeit einfacher. Aber wie genau hat Eben Pagan dies gemeint?

Der einfache Weg kann folgendermaßen aussehen:

  • Wir sehen eine Werbung, spüren das Bedürfnis und greifen sofort zu.
  • Wir bekommen vom Chef einen Zuschuss und geben diesen für ein neues Smartphone aus.
  • Wir haben Appetit auf das leckere Kuchenstück im Café und greifen zu.

Der einfache Weg ist ganz einfach: Wir wählen immer den momentan einfachen Weg.

  • Wir befriedigen das Bedürfnis sofort.
  • Wir lassen den Ärger sofort am anderen raus.
  • Wir geben dem Appetit schnell nach.

Das Resultat ist allerdings deprimierend. Denn mit der Zeit fühlen wir uns immer schwächer. Wir können immer weniger widerstehen, das Konto scheint immer leerer zu sein und die Hüften dafür immer breiter.

Dabei muss ich an das Gebet einer Frau am Jahresanfang denken:
„Lieber Gott, bitte gib mir dieses Jahr ein dickes Bankkonto und eine schlankere Hüfte. Und bitte bitte, verwechsle es dieses Jahr nicht wieder.“

Nun, ich finde Beten klasse. Ich bete täglich. Aber für viele Dinge sind wir selbst verantwortlich. Wie dick mein Bankkonto und wie schlank meine Hüften sind, das hängt sehr stark davon ab, ob ich den einfachen oder den schwereren Weg wähle.

Anders ausgedrückt: Konsumiere oder investiere ich?

Der einfache Weg ist das Konsumieren. Ich konsumiere Dinge, die ich nicht unbedingt brauche, die mir aber eine kurzfristige Befriedigung verschaffen.

Der schwerere Weg ist das Investieren. Ich verzichte auf kurzfristige unnötige Befriedigungen und investiere mein Geld, meine Zeit, meine Ressourcen in Dinge, die mir langfristige Sicherheit, Gesundheit und Entspannung bringen.

Das hört sich doch wesentlich besser an, oder?

Kommen wir deshalb zum schwereren Weg.

Denn der schwere Weg macht später alles einfacher!

 

Was willst du – 3 Millionen oder nur ein Cent?

Stell dir vor, du hast die Wahl.

Entweder du erhältst heute 3 Millionen Euro oder nur einen Cent. Dieser Cent-Betrag verdoppelt sich allerdings täglich für die nächsten 31 Tage. Was würdest du wählen?

Überleg mal, was du mit 3 Millionen Euro machen könntest! Du könntest dir eine Villa kaufen, die erträumte Weltreise machen und endlich richtig entspannen.

Bei der zweiten Variante hast du erst einmal so gut wie nichts. Du müssest weiterhin auf Vieles verzichten. Nach 10 Tagen besitzt du gerade einmal 5,12 Euro. Nach 20 Tagen etwas über 5.000 Euro. Was ist dieser kleine Betrag im Vergleich zu drei Millionen Euro!!

Aber jetzt kommt es. Weitere 11 Tage Verdoppelungen, und du besitzt über 10 Millionen Euro!!

Sieben Millionen Euro mehr!

Gleichzeitig hast du etwas fundamental Wichtiges gelernt, nämlich den Zins-Effekt.

Und den riesigen Vorteil vom Wählen des schwereren Weges.

Darren Hardy schreibt in seinen Buch „The Compound-Effekt“ von genau diesem Prinzip. In konkreten Beispielen erklärt er, dass dieser Zins-Effekt auch für alle anderen Bereiche unseres Lebens zutrifft.

Kleine, regelmäßige Verzichte bzw. Einzahlungen bringen mit der Zeit hohe Rendite.

Das wirklich Gute ist: Dieser Weg muss nicht einmal viel schwerer sein. Es sind gerade die kleinen und geringen Investitionen, die sich mit der Zeit auszahlen.

  • Jeden Tag 1500 zusätzliche Schritte gehen.
  • Monatlich 5% von unserem Gehalt langfristig sparen.
  • Morgens einen halben Liter Wasser oder Green-Smoothie trinken.
  • Einmal pro Woche dem Partner eine Liebesnotiz schreiben.
  • Täglich 10 Seiten aus einem guten Buch lesen.
  • Auf jeder Autofahrt inspirierende Vorträge und Seminare hören.

Du hast drei Möglichkeiten für deine Zukunft

Stell dir vor,
1. du lebst genauso weiter wie bisher.
2. du wirst mit der Zeit nur ein bißchen nachlässiger. Es schleichen sich kleine ungesunde Gewohnheiten ein, wie z.B. EIN (weiteres) Glas Wein pro Woche und einmal pro Woche auf der Couch sitzen bleiben statt der Spaziergang um den Block.

3. du entscheidest dich für das Investieren. Du baust drei kleine Gewohnheiten in deinen Alltag ein. Gehst z.B. eine Stunde mehr pro Woche an die frische Luft, ersetzt einmal pro Tag den Nachtisch oder das Stück Kuchen gegen einen Smoothie. Und du sparst ab jetzt 5% (mehr).

In den ersten Monaten würdest du keinen Unterschied feststellen. Nach sechs Monaten macht sich der Unterschied schon bemerkbar. Wenn auch noch recht zaghaft.

Aber nach zwei Jahren wird der Unterschied immer größer.

Und immer größer.

Du fühlst dich gesünder.
Du bist finanziell entspannter.
Das Leben wird einfacher und zufriedener.

Und das alles, weil du dich dazu entschieden hast langfristig zu investieren, statt zu konsumieren.

Du hast den heute etwas schwereren Weg gewählt, aber dafür geht es dir mit der Zeit immer besser. Du lebst stärker, entspannter und einfacher.

Ist das nicht ein geniales Prinzip?! So einfach und umsetzbar. Und mit extrem hohen Renditen.

Das Leben ist schwer, wenn man den einfachen Weg wählt;
das Leben ist einfach, wenn man den schwereren Weg wählt.

Ok, das Prinzip kennen wir nun. Jetzt geht es darum, dieses auch umzusetzen und zu leben.

Deshalb habe ich eine Idee.

Überlege dir für deine Situation doch einfach mal 1-2 Gewohnheiten, in die du langfristig investieren willst.

Und dann fängst du heute damit an, kleine Einzahlungen zu tätigen.

 

So feierst du Triumphe

Triumphe feiern ist etwas Herrliches.

Als Kleinkind fingen wir damit an. Nach unseren ersten Schritten strahlten wir so stark, wir hätten eine Banane quer essen können. Und so ging unser Abenteuer weiter. Schritt für Schritt. Ein kleine Reise ins Wohnzimmer, eine nächste Entdeckung in der Küche, und dann der Sieg, die Stufen im Treppenhaus ganz alleine geschafft zu haben.

Ständig haben wir kleine Triumphe gefeiert und immer weiter dazu gelernt.

Ohne diese Triumphe wären wir nicht dort, wo wir heute sind.

Und auch heute sind diese Triumphe in unserem Leben unbedingt überlebenswichtig.

Damit meine ich nicht die großen Siege wie die Geschäftsführerstelle, der Sieg beim Triathlon oder der erste Platz beim Schönheitswettbewerb.

Viel wichtiger und auch erreichbarer sind die vielen kleine Siege.

 

  • Der Sieg, eine Woche lang jeden Morgen zuerst einen grünen Smoothie zu trinken.
  • Der Triumph darüber, mich heute wirklich auf das Wesentliche konzentriert zu haben.
  • Der Sieg, beim nächsten Ausbruch vom Chef innerlich gelassen und entspannt zu reagieren.
  • Der Triumph, heute nur EIN Mal die Emails abgerufen zu haben.

Solche kleinen Triumphe bewirken zwei Dinge:

1. Wir fühlen uns nach jedem kleinen Sieg stärker und (langfristig) entspannter.
2. Dies wiederum gibt uns Kraft und Mut, einen weiteren Schritt zu wagen und uns wieder etwas mehr zuzutrauen.
Unser Selbstvertrauen wächst.

Ein kleines Beispiel. Ich war mit meinen Töchtern schwimmen und habe es gewagt, die Raketen-Rutsche zu benutzen. Dabei steht man senkrecht auf der Abschussrampe und wartet, dass unter den Füßen der Boden weggezogen wird und man nach unten fällt, um dann über ein Looping durch die Rutsche zu jagen. Manche Erfahrene mögen lächeln, aber für mich hat es Überwindung gekostet. Bin halt doch nicht der Mutigste. Aber ich habe es bewusst gemacht, weil ich die Gelegenheit nutzen und über meinen Schatten springen wollte.

Naja, und vor meinen Mädchen wollte nicht natürlich auch als Held dastehen. Wenigstens ein kleiner Held.

Meine Güte, was habe ich mich anschließend gut gefühlt.

Es war ein kleiner Schritt aus meiner Komfortzone. Aber das war für den Tag schon gut genug.

Solche alltäglichen Triumphe sind es, die unser Leben reicher machen, das Innenleben entspannter und unser Rückgrat stärker.

Mein Wunsch für diesen Blog ist, dass du immer wieder kleine Schritte gehst und Triumphe feierst.

„Wenn du Dinge sehen willst, die du vorher noch nie gesehen hast, musst du Schritte gehen, die du vorher noch nie gegangen bist.“ Bill Willson

Mit diesem Zitat verabschiede ich mich und wünsche dir viele spannende Schritte. Eine Serie von Triumphen.

Und eine starke Story, die andere inspiriert.

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